Paris in 3 Tagen, ganz entspannt
Paris belohnt Langsamkeit besser als fast jede andere Stadt der Welt. Diese Route ist für Menschen gebaut, die die Stadt sehen wollen, ohne zu Wanderern zu werden: ein schönes Museum jeden Morgen, ein richtiges Mittagessen im Sitzen jeden Tag, und die Nachmittage auf einem Boot, in einem Garten oder in einem Bus, der die Anstiege für dich macht.
Die Stationen sind genauso nach Bequemlichkeit wie nach Schönheit gewählt. Die Orangerie ist klein und voller Bänke. Das Musée Jacquemart-André hat ein Teehaus unter Fresken. Der Garten des Musée Rodin hat Stühle mitten im Grünen. Und der Doppeldeckerbus macht aus dem Weg zwischen den Stationen eine Stadtrundfahrt, ganz ohne Metrotreppen.
Wie überall auf dieser Seite zählt der Anreisetag nicht, und die drei Tage lassen sich beliebig tauschen. Die Ruhetage sind die einzige Einschränkung: Orangerie und Jacquemart-André schließen dienstags, Orsay und Rodin montags.
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Die Route im Überblick
| Für wen | Ältere Reisende, Menschen mit eingeschränkter Mobilität und alle, die zwei Stationen pro Tag sechs vorziehen. |
| Tempo | Ruhig: ein Besuch am Morgen, ein langes Mittagessen, eine sanfte Station am Nachmittag, nichts, was Eile verlangt. |
| Zu Fuß | 9.0 km zu Fuß über 3 Tage (3.0 / 3.5 / 2.5) |
| Metro und RER | Der Doppeldeckerbus macht den größten Teil der Arbeit; Linie 12 und RER C ergänzen. Der Funiculaire fährt auf Montmartre hoch. |
| Tickets pro Erwachsenem | ab €93.50 (Tag 1 €30.50, Tag 2 €63, Tag 3 €0) |
| Vor dem Abflug buchen | Orangerie, Jacquemart-André, Musée d'Orsay, Musée Rodin, Musée de l'Armée, Seine cruise |
Diese Tickets vor dem Abflug sichern
Sechs Buchungen, darunter der Bus, der am dritten Tag das Transportmittel ist. Die angegebenen Preise sind die niedrigsten pro Erwachsenem; auf manchen Seiten gibt es Seniorentarife.
| Ticket | Ab | Warum vorher buchen | Wann buchen | An welchem Tag |
| Musée de l'Orangerie | €11.50 | Zwei ovale Säle mit Seerosen und ein Museum, klein genug für eine Stunde mit gelegentlichem Sitzen. | Ein paar Tage vorher. | Tag 1, 10:00 Uhr |
| Musée Jacquemart-André | €19 | Ein Stadtpalais aus dem 19. Jahrhundert mit Marmortreppe, Rembrandt und dem schönsten Teehaus von Paris. | Ein paar Tage vorher. | Tag 1, 14:30 Uhr |
| Musée d'Orsay | €13 | Überall Aufzüge, Bänke vor den Monets, Café unter der großen Uhr. | Ein paar Tage vorher. | Tag 2, 10:00 Uhr |
| Musée Rodin | €15 | Halb Museum, halb Rosengarten mit Stühlen; man kann draußen bleiben, wenn die Säle müde machen. | Am Vorabend. | Tag 2, 14:00 Uhr |
| Seine-Bootsfahrt am späten Nachmittag | €22 | Eine Stunde Sitzen, während Paris vorbeizieht, von einer ebenen Anlegestelle aus. | Am Vorabend. | Tag 2, 17:30 Uhr |
| Doppeldeckerbus, Tagespass | €28 | Der ganze dritte Tag in einem Fahrzeug: einsteigen, schauen, aussteigen, wo man will. | Am Vorabend oder am selben Morgen. | Tag 3, den ganzen Tag |
Der Anreiseabend: ohne Eile ankommen
Nimm dir Zeit zum Einrichten. Such dir für das erste Abendessen ein Café oder eine Brasserie in Hotelnähe, irgendwo, wo man draußen sitzen und dem Viertel beim Zu-Tisch-Gehen zusehen kann. Dieser Abend muss nicht spektakulär sein; er muss erholsam sein.
Wohnst du nahe am Fluss, ist ein kurzer Spaziergang auf den Kais nach dem Essen der bestmögliche Anfang: Die Monumente gehen an, die Boote fahren vorbei, und Paris macht die Show, ohne von dir ein einziges Ticket zu verlangen.
- Frag im Hotel nach einem Zimmer mit Aufzug, wenn möglich zum Hof.
- Such die nächste Bushaltestelle; der Bus wird diese drei Tage dein Freund sein.
- Geh früh ins Bett: Tag 1 beginnt um 10 Uhr in der Orangerie.
Tag 1: Die Seerosen, die Tuilerien und das schönste Teehaus von Paris
Beginn mit dem Musée de l'Orangerie an der Ecke der Tuilerien: acht riesige Seerosen von Monet in zwei weißen ovalen Sälen, die für sie gedacht wurden. Das Museum ist klein, am frühen Morgen still und mit Bänken ausgestattet; eine Stunde reicht und bleibt jahrelang im Gedächtnis.
Dann durch den Tuileriengarten zum großen runden Bassin, wo die grünen Stühle genau auf die warten, die es nicht eilig haben. Der Garten ist flach, sandig und mit Toiletten und Kiosken gespickt. Iss unterwegs Richtung Norden in Ruhe zu Mittag.
Am Nachmittag das Musée Jacquemart-André: das Haus zweier Sammler aus dem 19. Jahrhundert, mit seiner doppelläufigen Marmortreppe, den italienischen Werken von Nélie Jacquemart und zwei Rembrandts. Schluss im Teehaus unter Glasdach und Fresken, einem der schönsten Orte in Paris für einen Nachmittagstee. Dienstags geschlossen.
Die Stationen der Reihe nach
- 9:30 · Musée de l'Orangerie: Zeitticket; 45 Minuten bis 1 Stunde, Bänke in den Sälen
Quai des Tuileries, 75001, Paris - 11:15 · Jardin des Tuileries: Stühle ums Bassin, Toiletten an beiden Enden
113, 75001, Paris - 12:00 · Place de la Concorde: Place de la Concorde und Obelisk, nur der Aussicht wegen
Place de la Concorde, 75008, Paris - 14:30 · Musée Jacquemart-André: Stadtpalais und Sammlung; Aufzug vorhanden
Boulevard Haussmann, 75008, Paris - 16:30 · Parc Monceau: Englischer Garten, kurze flache Wege
Paris


Der Tag in Zahlen
| Zu Fuß | 3.0 km zu Fuß |
| Metro und RER | Linie 1 oder Bus bis Concorde; Linie 9 oder Bus bis Saint-Augustin für das Musée Jacquemart-André. |
| Tickets pro Erwachsenem | €30.50: Orangerie ab €11.50, Jacquemart-André ab €19 |
| Diesen Tag nicht auf einen | Dienstag |
Wenn es regnet: Der Tag ist ohnehin fast komplett überdacht: das Museum, das Teehaus und die Passagen beim Palais-Royal, falls du verlängern willst.
Tag 2: Orsay, Rodins Garten und die Seine in der Dämmerung
Das Musée d'Orsay verdient ein langsames Tempo: Es hat Aufzüge, Bänke in fast jedem Saal und die dichteste Impressionisten-Sammlung der Welt. Fahr direkt in den fünften Stock zu Monet, Renoir und Van Gogh, geh langsam runter und trink einen Kaffee unter der großen Uhr, die durch ihr Glas auf den Louvre schaut. Montags geschlossen; donnerstags lang offen.
Iss Richtung rue de Bellechasse zu Mittag oder im Museums-Café, dann geh langsam zum Musée Rodin. Drinnen Der Kuss und die Skulpturen von Camille Claudel; draußen Der Denker in einem Rosengarten, dessen Stühle zum Bleiben gemacht sind. Sagen die Beine nein, ist der Garten allein den Besuch wert.
Ende auf dem Wasser: eine kurze Fahrt zum Pont de l'Alma und eine einstündige Bootsfahrt an Notre-Dame, Louvre und Eiffelturm vorbei. Im Sommer nimm die späte Abfahrt für das goldene Licht; im Winter das letzte Boot vor dem Abendessen für die schon beleuchtete Stadt.
Die Stationen der Reihe nach
- 9:30 · Musée d'Orsay: Zeitticket; beginn im 5. Stock
1 Rue de la Légion d'Honneur, 75007, Paris - 14:00 · Musée Rodin: Haus und Rosengarten; Stühle im Garten
77 Rue de Varenne, 75007, Paris - 16:00 · Invalidendom: die Invalides im Vorbeigehen von außen
129 Rue de Grenelle, 75007, Paris - 19:30 · Bateaux Parisiens pier: ein Stunde Bootsfahrt, Glasdeck wenn nötig
Port de la Bourdonnais, 75007, Paris


Der Tag in Zahlen
| Zu Fuß | 3.5 km zu Fuß |
| Metro und RER | RER C bis Musée d'Orsay; Bus oder zu Fuß zu Rodin; RER C bis Pont de l'Alma fürs Boot. |
| Tickets pro Erwachsenem | €63: Musée d'Orsay ab €13, Musée Rodin ab €15, Musée de l'Armée ab €17, Seine cruise ab €18 |
| Diesen Tag nicht auf einen | Montag |
Wenn es regnet: Orsay, das Musée Rodin und das Glasdeck des Bootes halten dich den ganzen Tag trocken.
Tag 3: Champs-Élysées, Opéra und Montmartre ohne Treppen
Gönn dem dritten Tag den Doppeldeckerbus. Ein Tagespass lässt dich vor den Monumenten ein- und aussteigen: vom Oberdeck die Champs-Élysées hoch, aussteigen an der Opéra Garnier für die große Treppe und das goldene Foyer, dann mit dem Bus weiter nach Montmartre.
Auf Montmartre macht der Funiculaire den Anstieg für dich, mit einem normalen Metroticket. Oben ist die Place du Tertre laut und voller Porträtmaler; zwei Straßen weiter wird es um die rue Cortot wieder zum Dorf. Die Basilika Sacré-Cœur ist gratis, und ihr Vorplatz bietet die schönste Gratisaussicht von Paris.
Für den Rückweg steig wieder in den Bus und steig dort aus, wo dir das Licht gefällt. Am späten Nachmittag ist der Blick vom Oberdeck auf die Seine die letzte Postkarte der Reise.
Die Stationen der Reihe nach
- 10:00 · Champs-Élysées: Aussicht vom Oberdeck, Halt Concorde oder Champs-Élysées
Avenue des Champs-Élysées, 75008, Paris - 11:00 · Opéra Garnier: große Treppe und Foyer; Zeitticket empfohlen
Place Jacques Rouché, 75009, Paris - 15:00 · Sacré-Cœur: Funiculaire oder Montmartrobus für den Anstieg
Rue du Chevalier de la Barre, 75018, Paris - 16:00 · Place du Tertre: Platz der Künstler; leichter Treffpunkt
Place du Tertre, 75018, Paris


Dein Busticket läuft eine bestimmte Zahl von Stunden ab dem ersten Scan. Startest du um 10 Uhr, bleibt genug Zeit, es am nächsten Morgen noch für die Fahrt zum Bahnhof oder Flughafen zu nutzen.
Der Tag in Zahlen
| Zu Fuß | 2.5 km zu Fuß |
| Metro und RER | Den ganzen Tag Doppeldeckerbus, oder die Linien 1, 8 und 12, falls du die Metro bevorzugst. |
| Tickets pro Erwachsenem | nichts zu buchen: alle Stationen sind gratis |
| Diesen Tag nicht auf einen | Jeder Wochentag funktioniert |
Wenn es regnet: Der Doppeldecker hat ein überdachtes Unterdeck, die Opéra ist drinnen und der Funiculaire fährt geschlossen.
Der Abreisemorgen: ein letzter Kaffee, ohne Eile
Plan am letzten Morgen nichts außer einem guten Kaffee. Die Terrasse eines Viertelcafés, ein Croissant und die Stadt, die vorbeizieht: Das ist die Erinnerung, die am häufigsten wiederkommt.
Hast du eine Stunde und die Beine dafür, reichen der nächste Square oder das Seine-Ufer. Sonst ein Taxi, am Vorabend bestellt, zum Bahnhof oder Flughafen.
- Hotels lagern das Gepäck; frag am Vorabend nach der Aufbewahrung.
- Ein Taxi zur festen Uhrzeit erspart die RER-Treppen mit Koffern.
- Plane großzügig für den Flughafen: Stressfrei früh loszufahren schlägt einen Sprint zu viel.
Welcher Tag wohin
Die drei Tage lassen sich beliebig tauschen. Nutze diese Tabelle, damit kein Museum auf seinen Ruhetag fällt.
| Tag | Ruhetag |
| Tag 1: Die Seerosen, die Tuilerien und das schönste Teehaus von Paris | Dienstag (Musée de l'Orangerie) |
| Tag 2: Orsay, Rodins Garten und die Seine in der Dämmerung | Montag (Musée d'Orsay, Musée Rodin) |
| Tag 3: Champs-Élysées, Opéra und Montmartre ohne Treppen | Jeder Wochentag funktioniert |
Paris im ruhigen Tempo: was leicht ist und was schwer
| Station | Zugang | Schwierigkeit |
| Orangerie | Erdgeschoss, Aufzug, Bänke | Leicht |
| Jacquemart-André | Aufzug auf Anfrage, Teehaus | Leicht |
| Musée d'Orsay | Überall Aufzüge | Leicht |
| Musée Rodin | Flacher Garten, ein paar Stufen in der Villa | Leicht |
| Sainte-Chapelle | Steile Wendeltreppe, kein Aufzug | Schwer |
| Sacré-Cœur (Kuppel) | 300 enge Stufen | Schwer |
| Katakomben | 131 Stufen runter, 112 hoch | Schwer |
| Funiculaire Montmartre | Kabine, ein paar Stufen | Leicht |
Der Doppeldeckerbus deckt fast alle Wege zwischen den Stationen ab, und die Pariser Taxifahrer kennen jede Adresse auf dieser Seite. Halt die Taxi-App griffbereit, und keine Entfernung wird zum Problem.
Praktische Fragen für eine entspannte Reise
- Bänke gibt es in allen Gärten: Die grünen Stühle der Tuilerien und des Luxembourg sind das beste Ruhesystem der Stadt.
- Cafés dulden langes Sitzen. Einen Kaffee zu bestellen und eine Stunde der Straße zuzuschauen ist normaler Gebrauch, kein Missbrauch.
- Kostenlose öffentliche Toiletten gibt es in den Tuilerien, im Luxembourg und in den Kaufhäusern; Cafés verlangen einen Verzehr.
- Der Audioguide der Museen wird vor Ort geliehen und ist seinen Preis wert, um im eigenen Tempo zu gehen.
Noch ein Wort zum Rhythmus: Paris belohnt diejenigen, die sich Zeit nehmen. Wer jeden Morgen nur einen großen Termin setzt, bleibt ausgeruht genug, um die Abende zu genießen, die auf dieser Route die schönsten Stunden sind. Ein Spaziergang am Wasser nach dem Abendessen, ein letzter Blick auf die beleuchteten Brücken: Das sind die Erinnerungen, die bleiben. Und wer einen Tag mal langsamer angeht, weil die Beine es verlangen, verliert nichts, die Stadt steht auch morgen noch da. Und weil drei Tage für Paris nie das Ende sind, lohnt es sich, schon jetzt einen Platz für die Rückkehr zu markieren: ein Viertel, das man bewusst auslässt, ein Museum für nächstes Mal, ein Café, zu dem man wiederkommen will. Paris ist eine Stadt für Wiederholungstäter.
Weitere 3-Tage-Routen
- Paris mit den Kleinen: dasselbe Tempo, in der Buggy-Version.
- 3 romantische Tage: für ein Jubiläum oder eine Reise zu zweit.
- Paris für Kunstliebhaber: wenn die Museen der Reisegrund sind.
- Paris in 5 Tagen: derselbe Komfort mit zwei Tagen mehr.
- Paris im Regen: drei fast komplett überdachte Tage.
- Sich in Paris fortbewegen: Busse, Taxis und was Treppen erspart.
- alle 3-Tage-Routen nach Thema
